Fassadensanierung und Fassadendämmung: So wird eine Fassade fachgerecht saniert

Eine fachgerechte Fassadensanierung besteht aus deutlich mehr als einem neuen Anstrich. Damit eine Fassade langfristig vor Feuchtigkeit, Wärmeverlusten und Witterung geschützt ist, müssen die einzelnen Arbeitsschritte sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

Bei diesem Projekt sanieren wir die komplette Fassade. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Abdichtung und Dämmung des Sockelbereichs sowie auf der anschließenden Wärmedämmung der oberen Fassadenflächen.

Warum wird eine Fassade saniert?

Eine Fassadensanierung kann aus unterschiedlichen Gründen notwendig werden. Typische Ursachen sind:

  • Risse und beschädigter Außenputz
  • Feuchtigkeit im Sockelbereich
  • aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchtigkeit
  • Wärmeverluste über die Außenwände
  • veraltete oder unzureichende Dämmung
  • Algen- und Moosbildung
  • Schäden durch Frost und Witterung
  • optische Modernisierung des Gebäudes

Eine Sanierung bietet gleichzeitig die Möglichkeit, Fassadenschäden zu beseitigen und die energetische Qualität des Gebäudes zu verbessern.

 

Fassadendämmung mit Styropor

Im oberen Bereich der Fassade werden bei diesem Projekt Styropor-Dämmplatten verarbeitet. Diese werden fachgerecht auf dem vorbereiteten Untergrund verklebt und anschließend für den weiteren Aufbau des Wärmedämmverbundsystems vorbereitet.

Styropor, genauer gesagt EPS (expandiertes Polystyrol), wird häufig für die Fassadendämmung eingesetzt. Das Material ist vergleichsweise leicht, einfach zu verarbeiten und besitzt gute Wärmedämmeigenschaften.

Entscheidend ist allerdings nicht nur die Dämmplatte selbst. Für eine dauerhaft funktionierende Fassade müssen auch Kleber, Dübel, Armierungsschicht, Gewebe, Eckschutzprofile und Oberputz beziehungsweise Fassadenbeschichtung aufeinander abgestimmt sein.

Warum werden im Sockelbereich Perimeterplatten verwendet?

Der Sockel einer Fassade ist besonders stark durch Feuchtigkeit und mechanische Belastungen gefährdet. Deshalb werden hier normalerweise Perimeterdämmplatten eingesetzt.

Im Gegensatz zu normalen Fassadendämmplatten sind Perimeterplatten speziell für Bereiche ausgelegt, in denen eine höhere Feuchtigkeitsbelastung auftreten kann.

Der Sockelbereich sollte deshalb nicht einfach mit den gleichen Dämmplatten wie die restliche Fassade ausgeführt werden.

Sockelabdichtung gegen Feuchtigkeit

Vor der Dämmung muss insbesondere geprüft werden, ob Feuchtigkeit in den Sockel- oder Wandbereich eindringen kann.

Je nach Gebäude und Schadensbild können unterschiedliche Maßnahmen erforderlich sein, beispielsweise:

  • Abdichtung des Sockelbereichs
  • Schutz gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit
  • Abdichtung erdberührter Bereiche
  • Beseitigung beschädigter Putzschichten
  • fachgerechter Anschluss zwischen Gebäudeabdichtung und Sockel
  • anschließend geeignete Sockeldämmung

Wichtig: Eine Fassadendämmung allein löst kein bestehendes Feuchtigkeitsproblem. Die Ursache der Feuchtigkeit muss zuerst festgestellt und fachgerecht behoben werden.

Was sind Abklebprofile beziehungsweise Abkleb- und Anschlussleisten?

Bei der Vorbereitung der Fassade dürfen auch geeignete Abschluss- und Anschlussprofile nicht fehlen.

Solche Profile sorgen unter anderem für saubere Übergänge und Anschlüsse, beispielsweise an:

  • Fenstern und Türen
  • Gebäudeecken
  • Fensterbänken
  • Dachanschlüssen
  • anderen Bauteilübergängen

Gerade bei einer Fassadensanierung sind diese Details wichtig, weil Schwachstellen an Anschlüssen später zu Rissen oder Feuchtigkeitseintritt führen können.

Wie ist die richtige Reihenfolge bei einer Fassadensanierung?

Eine typische Reihenfolge kann – abhängig vom Gebäude und vorhandenen Schäden – folgendermaßen aussehen:

1. Bestandsaufnahme
Zunächst wird die Fassade auf Risse, lose Putzbereiche, Feuchtigkeit und weitere Schäden untersucht.

2. Untergrund vorbereiten
Lose oder beschädigte Bereiche werden entfernt und der Untergrund wird entsprechend vorbereitet.

3. Feuchtigkeitsprobleme beheben
Insbesondere im Sockelbereich müssen Abdichtung und Entwässerung überprüft und gegebenenfalls verbessert werden.

4. Sockel abdichten und Perimeterdämmung anbringen
Der Sockel erhält einen für die Belastung geeigneten Aufbau.

5. Fassadendämmplatten verkleben
An den oberen Fassadenflächen werden die vorgesehenen Dämmplatten fachgerecht angebracht.

6. Dübelung und Armierung
Je nach System und Untergrund werden die Dämmplatten zusätzlich mechanisch befestigt und anschließend mit Armierungsmörtel und Armierungsgewebe versehen.

7. Anschlüsse und Details ausführen
Fenster, Türen, Ecken und andere Übergänge werden mit geeigneten Profilen und Anschlussdetails ausgeführt.

8. Oberputz und Fassadenbeschichtung
Zum Abschluss erhält die Fassade den vorgesehenen Oberputz beziehungsweise Anstrich.

Wann sollte man eine Fassade dämmen?

Eine Fassadendämmung bietet sich insbesondere dann an, wenn ohnehin eine umfassende Sanierung geplant ist. Dadurch können notwendige Instandhaltungsarbeiten mit einer energetischen Verbesserung kombiniert werden.

Besonders sinnvoll ist eine Prüfung der Dämmung, wenn:

  • die Außenwände schlecht gedämmt sind,
  • die Heizkosten relativ hoch sind,
  • der Außenputz ohnehin erneuert werden muss,
  • größere Fassadenarbeiten geplant sind oder
  • Wärmebrücken reduziert werden sollen.

Was kostet eine Fassadensanierung?

Die Kosten lassen sich nicht pauschal anhand der Quadratmeterzahl bestimmen. Entscheidend sind unter anderem:

  • Größe der Fassade
  • Zustand des vorhandenen Putzes
  • notwendige Untergrundvorbereitung
  • Art und Stärke der Dämmung
  • Gerüstkosten
  • Abdichtungsarbeiten
  • Anzahl und Komplexität der Fensteranschlüsse
  • Anzahl der Gebäudeecken und Details
  • Armierung und Oberputz
  • gewünschte Fassadenbeschichtung

Eine einfache Fassadenrenovierung kann daher erheblich günstiger sein als eine vollständige Sanierung inklusive Wärmedämmung und Sockelabdichtung.

Wie lange dauert eine Fassadensanierung?

Auch die Dauer hängt stark vom Zustand und der Größe des Gebäudes ab. Bei größeren Objekten können die Arbeiten mehrere Wochen dauern.

Wetterbedingungen, Trocknungszeiten, Gerüstbau und notwendige Reparaturen am Untergrund können den Zeitplan zusätzlich beeinflussen.

Eine gute Planung ist deshalb besonders wichtig.

Kann man Styropor direkt auf die alte Fassade kleben?

Das hängt vom vorhandenen Untergrund ab.

Eine alte Fassade muss zunächst auf ihre Tragfähigkeit und Eignung geprüft werden. Lose Putzbereiche, Verschmutzungen, ungeeignete Beschichtungen oder Feuchtigkeit können dazu führen, dass eine direkte Verklebung nicht sinnvoll oder nicht zulässig ist.

Der Grundsatz lautet daher:

Erst den Untergrund prüfen und vorbereiten, anschließend das passende Dämmsystem aufbauen.

Was ist der Unterschied zwischen Styropor und Perimeterdämmung?

Styropor-Fassadendämmplatten aus EPS werden hauptsächlich für die Dämmung der oberirdischen Fassadenflächen verwendet.

Perimeterdämmplatten sind dagegen speziell für stärker feuchtebeanspruchte Bereiche, insbesondere im erdberührten Bereich, konzipiert.

Deshalb kommen bei einer fachgerechten Sanierung je nach Bereich unterschiedliche Dämmstoffe beziehungsweise Plattentypen zum Einsatz.

Was passiert, wenn der Sockel nicht richtig abgedichtet wird?

Ein schlecht ausgeführter Sockel kann langfristig zu erheblichen Problemen führen.

Mögliche Folgen sind:

  • Feuchtigkeit im Mauerwerk
  • abplatzender Putz
  • Salzausblühungen
  • Frostschäden
  • Schimmelprobleme im Innenbereich
  • beschädigte Dämmung
  • Wärmebrücken
  • erneute Rissbildung

Deshalb sollte der Sockel bei einer Fassadensanierung besonders sorgfältig behandelt werden.

Ihre Fassade braucht eine Sanierung?

Ob Fassadendämmung, Sockelabdichtung, neuer Putz oder ein kompletter Fassadenaufbau – eine fachgerechte Planung und Ausführung entscheidet über die Langlebigkeit Ihres Gebäudes.

Sie planen eine Fassadensanierung oder möchten wissen, welche Maßnahmen für Ihre Immobilie sinnvoll sind? Lassen Sie Ihre Fassade professionell prüfen und erhalten Sie eine individuelle Einschätzung zu den notwendigen Arbeiten und den möglichen Kosten.

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